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Bausparsofortfinanzierungen: ein Modell mit Chancen und Tücken

Banken, Sparkassen und Bausparkassen werben gerne mit den günstigen Zinsen von Bauspardarlehen und bieten ihren Kunden je nach Bedarf unterschiedliche Modelle an. Aber sind die Zinskonditionen für die sog. Sofortfinanzierungen oder Kombimodelle tatsächlich so günstig, wie es die Werbung verspricht?

Die Antwort auf diese Frage lautet: es kommt darauf an!

Wie funktionieren Bausparsofortfinanzierungen?

Zunächst muss man wissen, wie sog. “Sofortfinanzierungen” überhaupt funktionieren. Das Grundprinzip ist dabei eigentlich recht simpel. Sie bekommen von der Bank, Sparkasse oder Bausparkasse ein Darlehen (beispielsweise 50.000 Euro). Für dieses Darlehen zahlen Sie Zinsen. Anstatt dieses Darlehen nun über die Jahre mit einer Tilgungsrate zurückzuzahlen, sparen Sie parallel einen Bausparvertrag an (in diesem Beispiel mit einer Bausparsumme von 50.000 Euro). Je nachdem wie hoch Ihre Einzahlungen in den Bausparvertrag sind, erreichen Sie in 8-15 Jahren das erforderliche Mindestguthaben (beispielsweise 20.000 Euro). Wenn alles gut läuft, teilt die Bausparkasse dann den Bausparvertrag zu und gibt Ihnen ein Darlehen in Höhe von 30.000 Euro (= Bausparsumme abzüglich Bausparguthaben). Mit dem Darlehen und dem Guthaben zahlen Sie den sog. “Sofortkredit” bei der Bank, Sparkasse oder Bausparkasse in einer Summe zurück. Danach zahlen Sie für das Bauspardarlehen eine feste Zins- und Tilgungsrate (Annuität).

Wo liegen die Vorteile von Bausparsofortfinanzierungen?

Der Vorteil besteht darin, dass man sich bei einer Bausparsofortfinanzierung eine gewisse Zinssicherheit einkauft. Wenn alles optimal läuft, stehen der Zinssatz für das sog. Voraussdarlehen (bis Zuteilung des Bausparvertrages) und der Zinssatz für das Bauspardarlehen fest. Man kann also mit der Rate bzw. den Raten (es sind ja zwei aufeinanderfolgende Darlehen) genau planen.

Die Alternative für eine derartige Planungssicherheit wäre ein klassisches Annuitätendarlehen mit einer entsprechend langen Sollzinsbindung. Der Zinssatz für eine solch lange Sollzinsbindung liegt aber in der Regel über den Zinskonditionen für das Vorausdarlehen und das spätere Bauspardarlehen. Aber: das bedeutet nicht, dass man für das Annuitätendarlehen über die gesamte Laufzeit tatsächlich auch mehr Zinsen zahlt.

Wo ist der Haken?

Ein Haken sind zunächst die tatsächlichen Kosten für Bausparsofortfinanzierungen. Neben den Zinsen fällt als erstes schon einmal die Abschlußgebühr für den Bausparvertrag an. Das sind 1 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme (und damit der Darlehenssumme). Diese Abschlußgebühren werden nicht im Effektivzins berücksichtigt (ausgenommen bei sog. Riester-Modellen).

Als zweites muss man bedenken, dass man bei einem Annuitätendarlehen durch die sofortige Tilgung jeden Monat weniger Zinsen zahlt. Bei den Bausparsofortdarlehen zahlt man bis zur Zuteilung des Bausparvertrages Zinsen auf den ursprünglichen Darlehensbetrag. Je länger der Zeitraum bis zur Zuteilung des Bausparvertrages desto größer wird der Anteil “zu viel gezahlter Zinsen”.

 

 

 

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